Inn D’or 2017

Auf zur Titelverteidigung nach Innsbruck!!!

Dies war unser Motto für den Mixed-Inndor Auftakt 2017. Wie es so bei einem Winterturnier in Österreich nun einmal so ist, kamen einige direkt vom Skifahren aus Pfronten, andern aus dem Zillertal und natürlich eine Fraktion aus Ulm. Am Samstag früh waren wir dann endlich komplett.

Wie es sich mittlerweile bei uns Ulmtimates etabliert hat, beginnen wir jedes Spiel mit einem kurzen intensiven Team-Aufwärmen. Es hält sich seit geraumer Zeit das Gerücht, dass einige (HTr) öfters genau zu Aufwärmen etwas ganz wichtiges anders zu erledigen haben. Abschluss jedes Aufwärmens bildet unser Anfeuern bei Sprints in der Endzone. Nach gewonnen Toss konnten es auch endlich beginnen. Unser erstes Spiel bestritten wir gegen den Gastgeber und Freunde vom Flying Circus aus Innsbruck. Konzentriert in der Offense und mit einer engagierten Defense konnten wir das Spiel unspektakulär mit 10:4 gewinnen.

Kurze Analyse nach dem Spiel und dann wieder Konzentrieren auf den nächsten Wettbewerbsbegleiter. Jetzt standen die Innsiders auf dem Spielplan. Aus dem letzten Jahr kannten wir das Team noch gut. Es war 2016 ein sehr anstrengendes Spiel mit dann doch deutlichem Ausgang, nachdem sich die Innsiders nach leichten Rückstand selber aufgegeben hatten. Wir wollten alles daran setzten das es 2017 keinen „beinlirrchen“ Ausgang für uns nimmt. Schnell erkannten wir, dass die Jungs der Innsider riesengroß und fit waren, somit mussten unsere Frauen die Kohlen aus dem Feuer holen. Die männlichen Innsiders haben mit zunehmendem Spielverlauf immer körperlicher gespielt, was in einigen calls unsererseits endete. Geschickt setzten wir unsere Mädels in Szene, dann lief auch alles wie am Schnürchen und wir konnten mit 10:7 gewinnen.

Das letzte Spiel sollte keine Herausforderung mehr werden, dies konnten wir an den Ergebnissen der Rheindivers sehen. Wir probierten unsere Zone aus und konnten mit dieser auch sehr großen Druck aufbauen. Ohne Vorkommnisse und mit schnellen Punkten konnten wir 12:3 gewinnen. Ungeschlagener Poolsieger war die bisherige Bilanz. Zusammen mit den Frozen Brezels und den AmPullen waren wir im oberen Zwischenpool.

Nach längere Pause, aber nach guter Erwärmung mit allen!!!, starten wir gegen die Frozen Brezels und wollten den Halbfinaleinzug perfekt machen. Doch das Spiel entwickelte sich zu einem unschönen und auch gefährlichen Spiel. Wieder haben unsere Gegner den körperlichen Kontakt bewusst gesucht und sind gefährlich knappe Cuts gelaufen. Aufgrund unserer sehr engen Defense war dann oft nicht genug Platz vorhanden. Einige von uns hätte bei jedem Cut der Gegner ein Pick callen können. Folge war eine nicht so gute Stimmung auf dem Platz, die sich dann auch in einer Unsicherheit der Offense zeigte. Wir verloren mit 6:8. Abhakten und weiter zur Party.

Nachdem uns der Caterer gut mit Knödeln und Schweinebraten oder mit Gemüselasagne versorgt hat, hallte schon eine Stimme durch den Raum, die das Beerrace ankündigte.

Daniel und Tanja hielt es nicht mehr auf ihren Sitzen. Sie waren heiß und wollten das Ging gewinnen. Zusammen mit unseren Freunden aus Kempten traten wir im Duell an: Im direkten Vergleich mit Jonas musste Tanja Bier aus einer Scheibe löffeln. Aus dem Augenwinken erkannte Tanja, dass Jonas super schnell war. Es musste eine Technikoptimierung her, sie übergab an Daniel mit leichtem Rückstand, der mit einem sehr guten Dive unter der Bierbank hindurch leider nicht mehr aufholen konnte. Am Ende stand die zweit schnellste Zeit für Ulm in der Tabelle, nach Kempten. – Das reicht zum Beerrace Finale. Haben wir gedacht. Doch die Unparteiischen haben beim Versuch der Technikoptimierung einen leichten Regelverstoß erkannt und vergaben 30s Strafe bei uns. Egal wir waren so schnell, dass es noch für das Finale reicht. Nachdem dies bekannt wurde, entschied man sich noch für eine Videoanalyse und erkannte, dass Jonas sehr deutlich einen groben Regelverstoß begann. Somit ergab sich die Disqualifikation für Kempten. Als ob das nicht schlimm genug gewesen wäre, wurden wir ohne weitere Erklärung und erkennbaren Grund, quasi als Kollateralschaden, auch Disqualifiziert. Ende des Beerraces ist uns mehr bekannt.

Unsere Barfrau Marion hat sich gut um uns gekümmert, und der spontan von uns entwickelte Zirbendudler wurde zum Renner an der Theke. Beim Heimweg gab es einige Diskussionen ob der eingeschlagene Weg tatsächlich zur Halle führt, aber auch diese Hürde konnten wir nehmen.

Und schon war Sonntag und das entscheidende Spiel gegen die AmPullen begann. Wahrscheinlich waren einige der AmPullen in Gedanken noch in der Schlafhalle, denn wir konnten eine Defense nach der anderen hohlen und auch die Ofense war kein Problem. Ohne einen Zweifel aufkommen zu lassen gewannen wir mit 14:2.

Halbfinale: Der Gegner hieß Innsiders. Wieder einmal. Wir wussten was auf uns zukommt, der Gegner kennt uns nun aber auch besser. Es war ein Spiel permanent auf Augenhöhe. Was leider wieder sehr intensive geführt wurde. Und die Innsiders haben durch geschicktes poachen die einfachen und effizienten Würfe auf unsere Frauen verhindert. Zudem hatten sie auch noch auffallend gute weibliche Verstärkung bekommen. Nach Ablauf der Zeit stand es 5:6 gegen uns. Es gab den ein oder anderen strittigen call und kleinere Nicklichkeiten, was etwas schade war.

Und im Spiel um Platz 3 mussten wir nochmal gegen die Frozen Brezels ran. So recht Lust hatten wir am Anfang nicht, weil wir uns noch gut an die Spielweise der Franzosen erinnern konnten, aber wir haben uns dann noch einmal motiviert. Leider wurde das 2 Aufeinander treffen noch schlimmer als das Erste. Es gab harte Bodychecks, kein Angebot ohne Pick und unzählige Marker Fouls. Wir haben es aber dieses Mal Konsequenter gecallt. Dies traf bei unseren Gegner oft auf Unverständnis und auch wir müssen wohl nochmal an unsere, vielleicht zu recht, reklamierten zu harten Defense arbeiten. Am Ende eines nicht so schönen Spiels gingen wir als Gewinnen ders 3. Platzes vom Feld. Aber der Spirit von uns mit 6 Punkten und der der Frozen Brezels von 7 sagt einiges aus. Hier muss gearbeitet werden.

Etwas niedergeschlagen vom Spiritergebnis (nur Platz 12) machten wir uns einige Gedanken, Nach der Spiritanalyse konnten wir dann doch aufatmen, denn ohne die Spiele gegen die Innsiders und Frozen Brezels haben wir einen Schnitt von 11,5 Punkten und wären geteilter Spiritsieger. Wir werden an uns arbeiten auch so körperliche Spiele besser hinzunehmen und selber einen guten Spirit auf dem Feld zu verbreiten, dies ist uns definitiv an diesem WE nicht gelungen.

Spielerisch hat uns das WE aber wieder gezeigt, dass wir mit den Besten auf einem Turnier Indoor mithalten können, das stimmt uns positiv und motiviert für die Outdoor-Saison. Vielen Dank nochmal an Flying Circus für das tolle Turnier mit lauter österreichischen Spezialitäten und vielleicht setzt sich ja der #zirbendudler durch.

Vielen Dank und bis Bald

Die Ulmtimates
Torsten #73

zusammen mit
Anna, Bexx, Kathi, Saskia, Tanja, Daniel, Hannes, Osch und Samu

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