Sensationeller Auftakt zur Mixed DM

Dieses Wochenende hieß es für die Ulmer auf zur Deutschen Meisterschaft in der dritten Liga Mixed. Nach einer guten Vorbereitung machen wir uns hochmotiviert auf den Weg nach Nürnberg, mit dem Ziel Aufstieg. Unser erstes Spiel hatten wir am Samstag gegen 11 Uhr, darum splitteten wir uns und reisten am Freitag bzw. am Samstag an, da einige lieber im eigenen Bett schlafen wollten.
Vereint traten wir dann am Samstag unser Warmup an. Die Vorfreude auf das erste Spiel hat man jedem Einzelnen am Grinsen im Gesicht angesehen. Und dann war es soweit das erste Spiel der erste Gegner – II zweite Mannschaft aus Freiburg Disconnection 2. Nach Kurzanalyse der Spieler stellten wir fest, es sieht nicht wie eine zweite Mannschaft aus, viel mehr wie eine starke Open Mannschaft mit Verstärkung des Damen Kaders. Jedoch merkten wir schnell, dass dieses Team noch nicht so eingespielt war wie ihre erste Mannschaft. Es gab heiße Laufduelle, aber mit dem etwas besseren Händchen konnten wir uns schnell absetzen und das Spiel schlussendlich deutlich für uns entscheiden.
Voller Euphorie wollten wir direkt ins zweite Spiel starten, doch zunächst hieß es ein Spiel Pause und durch den deutlichen Sieg gegen Freiburg hatten wir sogar 30 Minuten mehr Regenerierungszeit. Den kurzen Regenschauer haben wir noch abgewartet und dann ging es zum zweiten Spiel gegen einen unserer Lieblingsgegner – Karlsruhe – auch hier war es die zweite Mannschaft die uns gegenüberstand. Einige der Gesichter kamen uns aber vom Open Spiel bekannt vor. Diese Ausgangssituation versprach eine hohe Brisanz, aber die Vorfreude war ungetrübt und sogar noch höher. Das Spiel fing gut an und bei starkem Wind und rutschiger Scheibe behielten wir die Oberhand und konnten uns schnell absetzen. Am Ende der Spielzeit stand es auf dem Scoreboard 15 zu 5 für uns. Natürlich blieb es in diesem zum Teil emotionalen Spiel nicht aus, dass es zu einigen Calls kam, die aber sehr fair und gut geklärt wurden.
Nachdem unser Essens-Kapitän Fritz uns die nötige Zeit gegeben hat etwas zu Essen, und ein klares Zeitfenster definiert hatte, ging es zum letzten Spiel gegen die Seichtwasserschnorchler aus München. In diesem Spiel stand uns eine ebenbürtige Mannschaft gegenüber. Sehr lange hat jedes Team ihre Offense nach Hause gebracht, durch einen taktischen Kniff konnten wir uns nach der Halbzeit deutlicher absetzen, und so stand es kurz vor Ende 14 zu 6. Leider gab es bei diesem Spiel einige Nicklichkeiten und unnötige Calls, die den Spirit etwas herabgezogen haben.
Unser Fazit vom ersten Tag: drei Spiele drei Siege. Auf geht’s Ulm weiter so. Besonders hervorzuheben sind Torstens lange Würfe, die fast immer ankamen, selbst der Wind konnte hieran nichts ändern. Dies sollte sich jedoch im Laufe des Turnieres nicht immer so bestätigen. Nachdem wir uns alle ausgiebig geduscht hatten – und zwar mit etwas Verspätung auch Samu, der leichte Orientierungsprobleme auf der Suche nach uns hatte – ging es auch zum Essen. Unsere neue Kassenwartin Saskia hat ein wunderschönes Restaurant ausgesucht, indem wir die fränkische Köstlichkeit Schäufele zu Genüge probieren konnten. Mit etwas Wehmut verabschiedeten wir unseren Kapitän Samu, der im Anschluss nach Frankfurt weiterfahren musste. Für das restliche Team hieß es zurück zum Spielfeld und ab ins Bett. Kurz vor dem Schlafengehen haben uns die Regensburger noch gezeigt, wie man seine Muskeln richtig lockert, und auch wir haben dies probiert. Dies ging jedoch mit einigen Schmerzen einher. Die einheitliche Meinung des Teams war, wir kaufen uns keinen Massagestab. Dass dieser Spieltag sehr anstrengend war, zeigt auch der angebrochene Portwein, der nicht im Ansatz leer getrunken wurde. Selbst Jonas unser Biertrinker schlechthin, hat diesen Abend nicht mehr als ein Colaweizen und eine Halbe getrunken. Vielleicht hat auch seine neue Bekanntschaft damit zu tun gehabt, denn Jonas hat freiwillig das Zelt, der Schlafhalle vorgezogen.

Sonntag morgen aufwachen, Zähne putzen, frühstücken – Routine.
Direkt beim Warmmachen haben wir den Samstag noch in unseren Muskeln gespürt, doch wir konnten uns motivieren und gingen voller Zuversicht in das Spiel gegen die Wurfkultur aus Bamberg. Schnell zeichnete sich ab, dass es ein Spiel auf Augenhöhe war. Keines der Teams konnte sich entscheidend absetzen. Zwar ging die Führung hin und her – mal war ein Team mit zwei Punkten vorne, mal das Andere – doch es blieb bis zum Schluss spannend. Nach Ablauf der regulären 90 Minuten stand es 13 zu 13. Es galt diesen Punkt noch auszuspielen und dann den Cap 1. Und es kam wie es kommen musste, wir mussten zum Universe-Point antreten, hatten jedoch die Offense auf unserer Seite. Mit einer starken Handling line konnten wir uns zügig an die Endzone heranarbeiten, haben dort kurz stagniert, die Ruhe aber nicht verloren und dann den entscheidenden Wurf gelandet. 15 zu 14 für die Ulmer – Sieg nach 105 Minuten Spielzeit. Einigen von uns zwickte nach diesem Spiel die Wade bzw. der Oberschenkel und wir gingen in unsere verdiente Pause.
Diese nutzten wir, um unsere Freunde aus Tübingen anzufeuern, die in der 2. Liga antraten. Gerade unser ehemaliger Kapitän Sebastian Vorbrugg, Ulmer Legende, haben wir speziell im Auge behalten. Leider konnte er nicht immer überzeugen z. B. durch einfache Drops. Aber eine sichere Defense haben wir ihm doch mit Stolz zugegeben – er ist ein Ulmer.
Ein letztes Mal hieß es WarmUp, Kräfte mobilisieren und auf zum letzten Spiel gegen Unwucht Erlangen, die bis dahin, genau wie wir, noch kein Spiel verloren hatten. Ähnlich wie im vorangegangenen Spiel ging es heiß her. Man merkte jedoch, dass es ein Sonntagnachmittagsspiel war. Die Kräfte ließen nach und die langen Würfe gingen oft in den Boden oder der Wind hat sie verblasen. Selbst Standardspielzüge oder Würfe, wie der Pull zu Beginn des Spiels, verliefen oft nicht so wie geplant. Den gesamten Spielverlauf war  Erlangen ein bis zwei Punkte vorne, jedoch kämpften wir uns immer wieder auf ein Unentschieden heran. Am Ende behielt Erlangen aber das glücklichere Händchen und gewann dieses letzte Spiel mit 14 zu 12. Besonders hervorzuheben bei diesem Spiel ist der sehr gute Spirit, der nicht selbstverständlich bei einem so heißen und knappen Spiel ist. Danke dafür an die Unwuchter aus Erlangen. Beim Duschen haben wir uns das Radler schmecken lassen, das Daniel aufgrund der Überprüfung der Rasenhöhe beim Anwurf spendiert hat #Lidllohntsich.

Jetzt hieß es Abschied nehmen von unserer Gastspielerin Rebecca Lühmann vom LBV Phoenix und die Heimreise antreten. Ein Teil des Teams ließ dieses schöne Wochenende noch bei einem Döner in Ulm ausklingen. Alle Ulmer Spieler können mit ihrer Leistung zufrieden sein.  Es war eine sehr sehr starke Teamleistung, die es am nächsten Spielwochenende – Ende August – wieder abzurufen gilt.