2-Tages-Fliegen (Aus der Sicht eins Turnierneulings)

Voller Vorfreude und guter Laune begaben wir uns auf die A7, Richtung Würzburg. Das alljährliche Zweitagesfliegen war das Ziel der Reise. Wir nutzen die Fahrt, um mich ausführlich in die Gepflogenheiten und die Historie des Teams einzuweisen. Da wir als erstes Team eintrafen fiehl uns unweigerlich die Aufgabe für ordentlich Stimmung zu sorgen in die Hände und bald ertönte lautstark die öffentliche Ulmtimates-Playlist, an der viele Spieler mitgewirkt hatten. Für den höchsten Teamumsatz zu sorgen war die erste Regel, die ich von meinen gewissenhaften Teamkameraden mit auf den Weg bekommen hatte. Das Ziel stand also fest, jedoch als kleinstes Team, mit nur einem Auswechselspieler, durchaus ambitioniert. Nichtsdestotrotz gaben wir sowohl auf, als auch neben dem Spielfeld 170 %. Dass es bei einem Frisbeeturnier nicht nur um die Spiele geht, wurde mir sehr schnell bewusst. Also analysierte ich mein Fähigkeitsspektrum, um mich optimal in allen Disziplinen einzubringen. Folglich wurde daraus eine sehr lange und trinkfreudige Nacht.

 

Das zweite Spiel des Tages war unseres. Also kämpften wir uns aus den Betten bzw. Bobo sich vom Sofa im Partyraum und machten uns auf den Weg zum Turnierschauplatz. Souverän gewannen wir das erste Spiel gegen die Karlsruher Gummibärchen. Wider Erwarten konnten wir uns auch gegen einige hochkarätige Teams, mit Entschlossenheit und viel Mühe, durchsetzen. So bezwangen wir sogar den Gastgeber Würzburg, der uns teils sogar mit 6 Spielern auf die Pelle rückte. Allgemein waren alle unserer Spiele sehr intensiv, was nicht unbedingt an der langen Nacht lag, denn unsere ausgeruhten Gegner vertraten dieselbe Meinung. Vielleicht hätte sich jemand beim Abfüllen des Score-Counters etwas zurückhalten sollen, denn nach einer 9-7 Führung gegen Aschaffenburg ging das Spiel 8-8 aus, was mir selbst als Laie doch sehr fragwürdig erscheint. Doch von so was lassen sich die Ulmer nicht die Stimmung vermiesen und ein Teil begab sich auf den Weihnachtsmarkt, der andere entspannte sich im Saunaland. Abends trafen wir uns zum Essen, was durchaus keine leichte Tagesaufgabe für die Weihnachtsmarktgruppe darstellte. Mit etwas Glück bekamen wir schließlich doch noch unser Essen von dem tiefenentspannten Restaurant Personal und die Frage lag nahe, ob diese wohl auch den ganzen Tag in der Sauna verbracht hatten …

Mit etwas Verspätung, kamen wir auf der Party an die schon in vollem Gange war. Eine detailreiche und authentisch eingerichtete Location erwartete uns im Harry Potter Motiv. Das trimagische Turnier (Beerrace) wurde von uns, bis auf eine unangenehme Begegnung im schwarzen See, gut gemeistert und hat außerordentlich viel Spaß gemacht. Danach stand das nächste große Ziel im Raum. Der Partysieg. Das Team gewinnt, das den letzten noch stehenden Spieler stellt. Dementsprechend eskalierte die Party bis zum Schluss. Leider musste dieses Vorhaben um halb 7 vom Veranstalter abgebrochen werden, da noch kein Ende in Sicht war und es langsam Zeit für die weiteren Turniervorbereitungen wurde.

Nach einem kurzen Nickerchen ging es auch schon weiter und auch dieser Spieltag ging da weiter wo der Letzte aufgehört hatte. Nach dem Sieg gegen Darmstadt trat unser früherer Gegner Karlsruhe nicht noch einmal gegen uns an und so spielten wir stattdessen zum Spaß gegen Bayreuth.

Edit Torsten: Wir belegten Platz 5 von 12

An dieser Stelle möchte ich einen großen Dank an meine Teamkollegen richten. Danke Leute, dass Ihr so viel Geduld mit mir hattet und auf jede Frage so ausführlich eingegangen seid. Ihr habt es immer wieder geschafft die Motivation in den richtigen Momenten bis zum äußersten zu pushen, was uns einige Punkte einbrachte. Ich habe durch dieses Turnier einiges gelernt und hatte sehr viel Spaß dabei. Zum Schluss noch ein großes Lob an alle Teams, die mitgespielt haben. Es war für mich ein geniales erstes Turnier und ich bin sehr überrascht, wie fair und spirited alles abgelaufen ist. Ich hoffe, dass wir uns bald wieder auf dem Platz gegenüberstehen.

An alle Anfänger, die das noch vor sich haben: Bei solchen Turnieren sind unvergessliche Momente und Begegnungen vorprogrammiert. Wenn Ihr die Chance dazu habt, just do it! Landsharks sind eine sehr seltene und doch faszinierende Spezies, die man nun mal nur auf derartigen Turnieren antreffen kann.