2. Liga Open Süd indoor

Nun war es endlich soweit, das Highlight der Saison für die männlichen Ulmtimates stand vor der Tür, die deutsche Meisterschaft in der 2. Liga Süd Open. Wir (Torsten, Dani, Samu, Dentist, Fritz, Hannes, BoBo, Niko) starteten früh morgens hochmotiviert und voller Elan mit der Zielsetzung Klassenerhalt, in das anstehende Wochenende. Nach rund 2 Stunden Fahrt sind wir in Bad Rappenau angekommen und haben uns nach kurzer Zeit direkt auf das erste Spiel vorbereitet.
Nach hartem Aufwärmprogramm, einer Teambesprechung, unserem Anfeuern und dem Cheer: „Nötig? – Als ob!“ sind wir direkt heiß und konzentriert in die Partie gestartet. Der erste Gegner der auf dem Plan stand, war die 2. Mannschaft der Heidees. Wir erwischten dabei einen besseren Start und konnten uns von Anfang an absetzen. Durch eine souveräne Offense und unsere knallharte Defense konnten wir den Vorsprung bis zum Ende hinhalten und gewannen das Spiel schlussendlich 15:9.
Nach einer zwischenzeitlichen Mittagspause und einer Stärkung am Buffet, folgte die Vorbereitung auf das zweite Spiel des Tages. Der Gegner sollten die Ratisbona Eagles (Regensburg) sein. Nach unserem standardmäßig kurzen Aufwärmprogramm, stimmten wir uns auf das Spiel ein, um an der Leistung des ersten Spieles anzuknüpfen. Wir waren von Anfang an fokussiert und starteten stark in die Partie. Es entwickelte sich ein hartes und tolles Spiel, welches wir mit 15:10 für uns entscheiden konnten.
Nach nur einem Spiel Pause hatten wir die Gummibärchen aus Karlsruhe vor der Brust. Nachdem auf dem Konto der Karlsruher zwei deutliche Siege standen, war uns klar, dass gegen den Absteiger des letzten Jahres ein richtig heißes Spiel folgen würde. Unsere Erwartungen an das Spiel wurden nicht enttäuscht. Wir gingen mit breiter Brust aufs Feld und genossen das Highlight der Gruppenphase gegen die favorisierten Gummis in vollen Zügen. Das Spiel war die komplette Zeit offen und bis zum Schluss spannend. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch auf Augenhöhe, den wir am Ende knapp mit 15:13 verloren. Trotz der Niederlage waren wir weiterhin bester Laune und ließen uns die gute Stimmung nicht nehmen.
Mit diesem knappen Ergebnis, das sich fast wie ein Sieg angefühlt hat, ging es für uns unter die Dusche und danach zum Essen in ein nahegelegenes Restaurant. Das hervorragende Essen war die Krönung eines sehr erfolgreichen Tages. Wir packten unsere Sachen und fanden uns in der Schlafhalle ein. Pünktlich und wie es sich für ein Open-Wochenende gehört, lagen wir schon um knapp 21:00 Uhr im Schlafsack, um den zweiten Tag energiegeladen und fit angehen zu können.
Nach einer erholsamen Nacht und einer angemessenen Regenerationszeit gönnten wir uns ein reichhaltiges Frühstück und schauten den anderen Teams erstmal zu. Für den Sonntag stand auch ein kleiner Spielerwechsel auf dem Plan. Benni stoß zu unserem Team dazu und ersetzte Dentist. Das 4. Round-Robin-Spiel stand an. Der Gegner waren die Gastgeber des Wochenendes, die Bad Raps II. Durch unsere bis dahin starken Leistungen gingen wir auch gegen die Bad Raps II mit der Überzeugung in das Spiel, dass alles für uns möglich ist. Und so war es auch! Wir zeigten trotz schwerer Knochen nach drei harten Spielen am Samstag eine richtig starke Leistung und besiegten die Gastgeber mit 15:9.

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Nach kurzer Erholungsphase bereiteten wir uns auf das
letzte Spiel des Wochenendes vor. Wir machten uns wie gewohnt warm und gingen nach starken Leistungen über das gesamte Wochenende als Favorit in die Partie gegen TriSa. Wir waren von Anfang an die wachere
Mannschaft und spielten unsere Stärken auf dem Feld aus, sodass wir auch TriSa mit einer starken Leistung 15:8 besiegen konnten.
So endete das erste Wochenende der 2. Liga Open Süd für uns durch und durch erfolgreich. Wir hatten 4 Siege auf dem Konto und damit selber in der Hand, am zweiten Wochenende eine gute Platzierung zu erzielen. Eines stand aber schon nach diesem Wochenende fest: Das Team der Ulmer hatte phänomenalen Spaß an diesem Turnier und würde auch mit bester Laune in das zweite Wochenende starten.

 

Nach 4-wöchiger Pause war es soweit, unser Highlight ging in die zweite Runde. Dieses Mal führte uns der Weg nach Karlsruhe zu den Gummibärchen, die bisher noch kein Spiel verloren hatten. Mit 7 Leuten starteten wir in dieses Wochenende. Nach rund 2 Stunden Fahrt sind wir (Torsten, Dani, Samu, Fritz, Hannes, BoBo, Niko) am Zielort angekommen. Wir suchten uns schnell eine Kabine, zogen uns um und gingen mit bester Laune in das Turnier.
Der erste Gegner sollte das Team „Frisbee Fieber“ aus Gießen sein. Nach einem intensiven Aufwärmprogramm und einer Teambesprechung gingen wir als eingeschworene Truppe in das Spiel. Von Anfang an knüpften wir an das vergangene Wochenende an und zeigten, dass man uns nicht unterschätzen sollte. So nahm das Spiel von Beginn an einen sehr positiven Verlauf. Wir zeigten eine sehr starke Leistung und ließen Gießen kaum ins Spiel kommen. Am Ende stand ein souveränes 15:6 auf der Anzeigetafel und wir wussten, dass jetzt im letzten Spiel gegen Jena nur noch die Entscheidung fallen sollte, wer sich den zweiten Platz der Vorrunde sichert.
Vor dem Spiel gegen Paradisco Jena war klar, dass der Gewinner sich das Crossover-Game ersparen kann, da der Erst- und Zeitplatzierte in den Playoffs gesetzt ist. Beide Teams gingen mit nur einer Niederlage gegen die Gummibärchen aus Karlsruhe in das Spiel. Deshalb war uns klar, dass es ein absolut geiles und ausgeglichenes Spiel werden würde. Wir bereiteten uns konzentriert auf das Spiel vor und schworen uns als Team ein. Wir wollten wie auch in den anderen Spielen von Anfang an wach sein und unser Spiel durchziehen. Das gelang uns von Beginn an und wir konnten uns bis zur Halbzeit von unserem Gegner absetzen. Trotz gewonnener Halbzeit fielen wir in ein kleines Loch und so kam Jena nochmal an uns heran – ein Spiel auf Augenhöhe, in welchem der Ausgang bis zum Schluss nicht klar war. Am Ende hatten wir aber das entscheidende Quäntchen auf unserer Seite und gewannen mit 15:13. Damit stand fest, dass Jena das Crossover-Game spielen muss und wir unsere Kräfte ein wenig schonen können. Deshalb endete der Spieltag für uns relativ früh und wir konnten den anderen Mannschaften bei ihren Spielen zusehen. Nachdem alle Partien der Vorrunde gespielt waren, ergab sich folgendes Tableau:

 

Tabelle
Somit waren sowohl die Gummibärchen als auch wir für die Playoffs gesetzt und mussten gegen den Gewinner des jeweiligen Crossover-Games antreten. Unser Gegner sollte der Gewinner der Partie Paradisco Jena gegen TriSa sein. Das Team aus Jena ging aufgrund der Entwicklung in den vorherigen Spielen natürlich als Favorit in das Spiel und wurde seiner Rolle auch gerecht. Sie entschieden die Partie mit 15:9 für sich. Das zweite Crossover-Game gewannen die Bad Raps II gegen die Heidees mit 15:7 und waren somit der Gegner für die Gummibärchen.
Als Belohnung für die sehr erfolgreiche Vorrunde gingen wir in ein Schnitzel- und Steakhouse und ließen den Tag nochmal Revue passieren. Nach der Stärkung im Restaurant gingen wir wieder in Richtung der Sporthalle und richteten unsere Schlafplätze her. Nach gemütlichem Zusammensitzen war dann um knapp 22:30 Uhr der Tag für uns vorbei und wir legten uns in unsere Schlafsäcke. Am frühen Morgen stärkten wir uns erstmal am Frühstücksbuffet und schauten den anderen Teams bei ihren Spielen zu. Danach stoß unser „Sonntagsspieler“ Benni zu uns, der beflügelt von unserem Erfolg, auch Krankheit hinter sich ließ, um uns in den entscheidenden Spielen zur Seite zu stehen. So stand unser Spiel vor der Tür und wir bereiteten uns konzentriert darauf vor. Nach intensivem Aufwärmen und Einschwören auf die Partie gab es für uns in diesem Spiel nur den Sieg. Wir wollten wie schon am Vortag den Sieg gegen die Jenaer klarmachen und in das Finale einziehen. Es war von Anfang an ein Spiel auf höchstem Niveau. Beide Teams waren von Beginn an konzentriert und es entstand ein hitziges Spiel. Nach einer Schrecksekunde, in der eine schlimme Verletzung auf Ulmer Seite vermutet wurde, mussten wir erstmal wieder zu siebt spielen. Nach einigen Punkten waren jedoch wieder alle an Bord und nach zwischenzeitlicher Führung für die Ulmer folgte wie im Hinspiel ein kleines Loch, welches Paradisco in Führung brachte. Doch die letzten Punkte war das Spiel wieder ausgeglichen und so stand es 14:14 und der Universe Point sollte entscheiden. Es entwickelte sich ein hart umkämpfter Punkt, bei dem wir Ulmer unsere Offense durchbrachten und das Spiel mit 15:14 für uns entschieden.
„Finaaaaaaaaaaaaaalllllllleeeeeeeeeeeeeeee!“
Wir freuten uns nach diesem mega heißen Spiel auf das Finale gegen die Gummibärchen. Die Karlsruher konnten ihr Spiel mit 15:12 gegen starke Bad Raps II gewinnen. Nun hatten wir die Möglichkeit, uns für die Niederlage aus der Vorrunde zu revanchieren. Sollte es wirklich klappen, dass wir in die 1. Liga aufsteigen?
So stand nach einer Erholungsphase das Wahnsinnspiel an. Wir bereiteten uns frei nach dem Motto „never change a winning system“ auf das Spiel vor. Wir machten uns locker warm, besprachen die Taktik, spielten unser übliches X zum U, feuerten uns an und cheerten. Dann
war es soweit. Das Finale begann. Von Anfang an spielten wir befreit auf, machten uns keinen Druck, spielten einfach unser Spiel und hatten Spaß. Es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem sich kein Team wirklich absetzen konnte. Die Offenses spielten mit einer unglaublichen Souveränität und Sicherheit, sodass es kaum zu Defensepunkten kam. Der Score erhöhte sich immer weiter, ohne dass eine Differenz von mehr als 2 Punkten entstand. Bis zum Schluss war eine unglaubliche Spannung im Spiel, bis es 14:13 für die Ulmer stand. Dies sollte auch der letzte Punkt des Spiels werden. Nach mehreren Turnovers nahmen wir in Scheibenbesitz noch ein Time-out. Wir spielten uns an die Endzone heran, bis es soweit war… Daniel hatte nah an der Endzone die Scheibe und spielte den finalen Pass über einen Karlsruher Verteidiger hinweg, zum durchgestarteten Niko der sich die Scheibe sicher schnappte. Dann war es vollbracht! Alle Ulmer brachen in lauthalsen Jubel aus, stürmten das Feld und lagen sich in den Armen. So hallte es mehrmals durch die Halle:
„UUUUUUUUUUUUUlmeeeeeeeeeeeeeeeeeeeer!“
Wir krönten uns zum Meister der 2. Liga Süd und konnten es kaum fassen. Wir starten nächstes Jahr in der höchsten, der 1. Liga des Ultimate Frisbee. Nach dem Spiritcircle und einigen Teamfotos gingen wir in die Kabine. Als hätte es unser Coach Samu geahnt, zog er auf einmal eine Flasche Sekt aus der Tasche und so begann die Ulmer Kabinenparty.
Mit Stolz kann ich sagen in meiner ersten Open Indoor Saison, Teil dieses unglaublichen geilen Teams gewesen zu sein. Wir haben beide Wochenenden einen solchen Spaß gehabt und uns diesen nie nehmen lassen. Ich glaube ich spreche für uns alle, wenn ich sage, dass wir es kaum erwarten können die 1. Liga mit dieser geilen, eingeschworenen Truppe aufzumischen.

 

Niko und eure Ulmtimates
Torsten, Dani, Samu, Fritz, Hannes, BoBo, Dentist und Benni